Energieeffizienzklasse Waschmaschine

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Eine Waschmaschine wäscht jedes Jahr im Durchschnitt etwa 550 Kilogramm an Wäsche. Bei einem üblichen Haushalt mit drei Bewohnern sind das ungefähr fünf Prozent des gesamten Verbrauchs an Strom, der allein von der Waschmaschine konsumiert wird.

Die Energieeffizienzklasse der Waschmaschine ist wohl einer der wichtigsten Faktoren beim Kauf eines neuen Geräts, denn diese ist die Grundvoraussetzung für einen langfristig niedrigen Verbrauch an Energie und damit geringe laufende Kosten.

Die Bedeutung von Energieeffizienzklassen bei Waschmaschinen

Anfangs der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde eine Richtlinie der Europäischen Union für das gesamte Europa in Kraft gesetzt. Diese Betraf die Energieeffizienzklassen und den Einsatz des Etiketts für die Effizienz von Energie. Deshalb nennt man dieses Etikett auch EU-Energie-Label.

Die Einteilung in Energieklassen dient, Geräte in Zusammenhang mit deren Verbrauch an Energie besser voneinander unterscheiden zu können. So können die Verbraucher ein energiesparendes Haushaltsgerät erkennen.

  • Grüne Markierung: Geräte der Energieklasse A+++ einen überaus niedrigen Energieverbrauch. Sie zählen zu den effizientesten Geräten auf dem Markt.
  • Rote Markierung: Wird eine Waschmaschine der Energieklasse G zugeordnet, können Sie von einem hohen Energieverbrauch ausgehen.

Doch solche Energieeffizienzklassen können auch für Probleme sorgen, denn nicht alle Geräte verfügen über die Klasse A+++. Doch auch die rote Skala reicht nicht immer bis G, bei einigen Produkten ist D die „schlechteste“ Kategorie.

Unterschiede der Energieeffizienzklassen für Wachmaschinen

Um die Klassifikation einer Waschmaschine vornehmen zu können, wird der sogenannte Energieeffizienzindex (EEI) festgestellt. Dabei wird der Verbrauch an Strom eines Waschdurchgangs durch das Fassungsvermögen des Gerätes geteilt. Das Resultat in Kilowattstunden ergibt einen Wert pro Kilogramm an Wäsche.

Die Zuordnung zu einer der Energieeffizienzklassen ergibt sich in weiterer Folge durch die prozentuale Abweichung des festgestellten Verbrauchs an Energie pro Kilogramm vom Referenzwert eines fiktiven Geräts. Das ist der sogenannte Energieeffizienzindex.

Energieeffizienzklasse Energieverbrauch im Vergleich Energieverbrauch
A+++ < 46% 0,148 kWh / kg
A++  < 52% 0,167 kWh / kg
A+  < 59% 0,19 kWh / kg

Werden zum Beispiel 0,95 kWh Gesamtenergieverbrauch durch eine Füllmenge von sechs Kilogramm Wäsche geteilt, beträgt die Energieeffizienz 0,158 kWh. Der Berechnung zufolge würde die Waschmaschine in der Klasse A++ eingestuft werden.

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Wie wird die Energieeffizienzklasse berechnet?

Es wäre natürlich nicht richtig, wenn man nur den absoluten Verbrauch an Energie als Basis für die Effizienzklasse nehmen würde, denn eine Waschmaschine ist nicht gleich wie eine andere Waschmaschine. Kleine Geräte verbrauchen absolut gesehen meistens weitaus weniger Energie als große Geräte. Deshalb wird bei der Ermittlung der Energieeffizienz auch das Fassungsvermögen der Geräte mit berücksichtigt.

So berechnet man den Energieeffizienzindex:

Man setzt den jährlichen Verbrauch an Energie der Waschmaschine mit dem jährlichen Energieverbrauch eines Referenzgerätes in ein Verhältnis. Dabei ist die maximale Füllmenge des Gerätes von Bedeutung. Diese muss neben der Energieeffizienzklasse und anderen wesentlichen technischen Daten auf dem Energielabel-Etikett des Gerätes angegeben sein. Bei der Berechnung des Energieeffizienzindexes spielen auch folgende Faktoren eine Rolle:

  • die Dauer des Programms
  • der Verbrauch an Wasser
  • die Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand
  • die maximale Schleuderzahl.

Welche Labels für Waschmaschinen gibt es?

Die Energieeffizienzklasse, die Waschwirkung und die Schleudereffizienz – dabei werfen immer noch viele Fachhändler einige Begriffe durcheinander. Diese klingen ähnlich, aber sie machen Angaben über verschiedene Dinge. Deshalb eine kurze Aufklärung, worauf man achten sollte.

– Die Effizienzklasse: Diese Energieeffizienz führt an, wie viel Strom ein Gerät benötigt, um eine bestimmte Anzahl von genormten Waschgängen durchzuführen. Für eine bessere Vergleichbarkeit hat man die Effizienz an Energie in mehrere Energieeffizienzklassen („EEK“) unterteilt.

  • Jede dieser Klasse erhielt einen Buchstaben zwischen A und G. Da die Effizienz immer weiter verbessert werden konnte, wurden zusätzliche Klassen oberhalb von A eingeführt. Diese sind mit einem oder mehreren Pluszeichen versehen.

– Die Schleuderwirkungsklasse: Diese gibt auf dem Energielabel an, wie wirkungsvoll der Schleudergang die Feuchtigkeit aus den Textilien herausholt. Für den Vergleich hat man dafür Klassen von A (beste) bis G (schlechteste) eingeführt. Jedes Prozent mehr Restfeuchte bedeutet auch einen höheren Energieaufwand für einen Wäschetrockner.

– Der Wasserverbrauch: Die Messung des jährlichen Norm-Wasserverbrauchs erfolgt anhand von standardisierten Waschzyklen. Die Angabe basiert auf einer Zahl von 225 Wäschen in den Baumwollprogrammen 60° und 40°, die teilweise bei vollständiger und teilweise bei halber Befüllung ablaufen.

In den letzten Jahren ist der jährliche Wasserverbrauch bei hochwertigen neuen Maschinen durchschnittlich gesunken. Eine volle Maschine benötigt bei 40° C Buntwäsche laut einem aktuellen Test nur noch ca. 55 – 80 Liter Wasser und etwa 0,7 – 1,0 kWh Energie.

Wie viel Energie beim Waschen benötigt wird

Haben Sie eine sparsame Waschmaschine mit A+++ gekauft, die ein Fassungsvermögen von sieben Kilogramm aufweist, dann wird jedes Jahr circa 155 kWh Strom benötigt. Das sind jährlich etwa 45,- Euro für die Stromkosten. Die durchschnittlichen Energiekosten erhöhen sich bei Geräten mit A+ auf ca. 225 kWh, was im jährlichen Verbrauch 60,- Euro bedeutet.

Ihre individuellen Energiekosten sind natürlich davon abhängig, welches Modell Sie verwenden, wie kostspielig der Strom ist und wie oft und mit welchem Waschgang Sie die Wäsche waschen.

Tipp: Durch nützliche Stromspartipps kann zusätzlich Energie beim Waschen gespart werden.