Energieeffizienzklasse Kühlschrank

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Die Energieeffizienzklasse ist beim Erwerb eines Kühlschranks heutzutage ein sehr wichtiges Thema. In der Tat kann man mit den aktuellen Energiesparkühlschränken Energiekosten von mehr als 100 Euro im Jahr einsparen.

Haushaltsgeräte zählen zweifellos zu den hungrigsten Konsumenten von Energie in einem Haushalt, sie sind üblicherweise für etwa 50 % der Stromkosten pro Monat verantwortlich. Der Kühlschrank nimmt dabei eine besondere Stellung ein, denn er ist 24 Stunden lang und das ganze Jahr über in Gebrauch.

Aus diesem Grund sollten Sie beim Erwerb eines neuen Gerätes besonders auf die Energieeffizienz achten. Mit einem Kühlschrank der Klassen A bis A+++ kann man pro Jahr im Vergleich zu älteren Geräten über 100 Euro an Energiekosten einsparen. So haben sich die Mehrkosten bereits nach einigen Jahren wieder amortisiert.

Die Bedeutung von Energieeffizienzklassen bei Kühlschränken

Die Klassifizierung der Energieeffizienz wurde im Jahre 1994 eingeführt und damals in Klassen von A bis G angegeben. Aufgrund des technischen Fortschrittes mussten neue Klassen hinzukommen, um effizientere Kühlschränke deutlich von weniger effizienten Kühlschränken abzugrenzen. So wurden für die Darstellung der Effizienz hinsichtlich des Stromverbrauches von Kühlschränken im Jahre 2010 die Klassen A+ bis A+++ ins Leben gerufen und zur gleichen Zeit das Anbieten von Geräten untersagt, die nicht zumindest der Klasse A entsprechen.

Im Jahre 2012 wurde diese Anforderung nochmals strenger geregelt, sodass auch Kühlgeräte der Klasse A nicht mehr angeboten werden dürfen. Im Jahre 2014 wurde zusätzlich der obere Grenzwert des Index für die Energieeffizienz für die Klasse A+ von 42 % auf 40 % herabgesetzt.

Das Label der Europäischen Union ist ein standardisiertes Verbrauchsetikett für Energie, das den Vergleich unterschiedlicher Kühlschränke auf einen Blick möglich machen und so die Entscheidung für einen Kauf leichter machen soll. Immer abgedruckt sind oben der Produzent und die Bezeichnung des Modells sowie die Energieeffizienzklasse. Das EU-Label für Kühlschränke gibt Auskunft über den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr auf Basis der Ergebnisse der Normprüfung.

Unterschiede der Energieeffizienzklassen für Kühlschränke

Einen raschen Überblick was den Verbrauch an Energie anbelangt bietet das Energielabel. Seit Dezember des Jahres 2010 ist A+++ die am meisten sparsame Klasse was die Energieeffizienz anbelangt. Das Sparpotenzial ist nicht zu verachten:

Ein Kühlschrank in Klasse A++ benötigt etwa ein Viertel weniger Strom als ein A+ Kühlschrank, von A+ zu A+++ beträgt die Energieeinsparung sogar rund die Hälfte. Die Anschaffung eines Kühlschranks mit der Effizienzklasse A++ oder A+++ bietet also weitere Möglichkeiten, um Strom zu sparen.

Die Differenzen zwischen den Energieeffizienzklassen sind erheblich, selbst bei einem kleinen Tischkühlschrank.

Wie wird die Energieeffizienzklasse berechnet?

Es wäre natürlich nicht ganz passend, nur den absoluten Verbrauch an Energie als Basis für die Effizienzklasse zu nehmen würde. Denn eine Waschmaschine ist anders als eine andere Waschmaschine. Kleine Geräte verbrauchen meistens weitaus weniger Strom als große Geräte. Deshalb wird bei der Ermittlung der Energieeffizienz auch das Kühlvolumen der Geräte mit berücksichtigt.

Man berechnet den Energieeffizienzindex, indem man den jährlichen Verbrauch an Energie des Kühlschranks mit dem jährlichen Verbrauch an Energie eines Referenzgerätes in ein Verhältnis setzt. Dabei ist das maximale Volumen des Gerätes von Bedeutung. Diese muss neben der Energieeffizienzklasse und anderen wichtigen technischen Daten auf dem Energielabel-Etikett des Gerätes angegeben sein.

Welche Labels für Kühlschränke gibt es?

Das Energielabel ist eine vom Gesetz vorgeschriebene Information für Verbraucher. Um den Verbrauch an Energie von Kühl- und Gefriergeräten abschätzen und vergleichen zu können, teilt man die Geräte in Energieeffizienzklassen von A+++ (beste Klasse) bis D (schlechteste Klasse) ein.

Kühl- und Gefriergeräte sind in den vergangenen Zeiten wesentlich effizienter geworden was den Verbrauch an Energie anbelangt. Viele Geräte sind inzwischen in der besten Effizienzklasse A+++. Die Auswahl lohnt sich, denn das Einsparungspotential von A+++ gegenüber A+ beträgt im Durchschnitt etwa die Hälfte.

Bei der Aufteilung der Geräte in Energieeffizienzklassen werden neben dem Verbrauch an Energie unter anderem das Nutzvolumen der unterschiedlichen Fächer und deren tiefste Temperatur berücksichtigt.

Allerdings dürfen nur noch Kühlschränke der Klassen A+, A++ und A+++ angeboten werden. Die europäische Richtlinie für Ökodesign sorgt dafür, dass die Geräte die am meisten Energie verbrauchen vom Markt genommen werden. Obwohl auf dem Label weiterhin die sieben Klassen A+++ bis D abgebildet sind, ist A+ inzwischen die schlechteste Klasse.

Mittlerweile gibt es zwei zusätzliche Varianten des neuen Labels:

– Absorberkühlschränke: Für Geräte, die nach dem Absorptionsprinzip funktionieren, gibt es ein Energielabel mit zehn Klassen anstatt sieben. Die Skala reicht von A+++ bis G. Diese Art von Kühlschränken benötigt mehr Energie wegen ihrer geräuschlosen Technik.

– Weinkühlschränke: Für Weinkühlschränke ist ebenfalls ein Energielabel vorgeschrieben. Es verfügt über insgesamt zehn Klassen von A+++ bis G. Abgesehen von drei weiteren roten Balken (Klassen E-G) sind beim Label für Weinkühlschränke die Angaben „Gesamtnutzinhalt aller Kühlfächer und aller Tiefkühlfächer“ ausgetauscht durch „Fassungsvermögen (Anzahl der Flaschen Standardgröße)“.

Wie viel Energie wird beim Kühlen benötigt?

Aufgrund der Tatsache, dass Kühlgeräte viele Jahre in Betrieb sind lohnt es sich, auf einen geringen Energieverbrauch zu achten. Nachfolgend eine kleine Übersicht:

Energieeffizienzklasse A+ A++ A+++
Verbrauch an Energie in kWh pro Jahr 120 kWh 90 kWh 60 kWh
Betriebskosten für 15 Jahre

in Euro (bei 0,27 Euro/kWh)

490 Euro 360 Euro 240 Euro