Strom sparen mit Smart-Home

Wird das Fenster geöffnet, reduziert das Heizungssystem die Temperatur. Verlässt man die Räumlichkeiten, gehen sämtliche Lichtquellen aus und auch das Radiogerät. Ein Smart-Home-System hilft dabei, Strom zu sparen. Wir stellen entsprechende Steuergeräte vor, mit denen Sie Strom einsparen können.

Dabei kommen Smart-Home-Lösungen zum Tragen: Mit diesen kann man Strom im Gebäude auch dann ein, wenn man nicht an entsprechenden Lösungen arbeitet. Mit der Hilfe von intelligenter Vernetzung kann man die Heizung und den Energieverbrauch auf das erforderliche Maß reduzieren.

Diese Begriffe sollte man kennen

– Sensor: Ein solcher bezeichnet man als Detektor oder Fühler. Er ist dazu in der Lage physikalische Eigenschaften feststellen: die Temperatur, bestehende Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Geschwindigkeit und anderes. Im Smart Home spielen Sensoren als Geber von Signalen eine bedeutende Rolle.

– Standby: Der englische Begriff für „bereithalten“. Bei elektrisch arbeitenden Geräten auch als Bereitschaftsbetrieb bezeichnet. Die Funktionen sind abgeschaltet, doch das Gerät kann ziemlich rasch wieder in den Arbeits-Modus gebracht werden.

Energiesparen mit einer Smart-Home-Heizungssteuerung

Dass man mithilfe von Smart Home den Komfort steigern kann, ist offensichtlich. Während man am Morgen die Duschkabine betritt, hat die Steuerung der Heizung mittels Smart Home bereits das Bad auf eine angenehme Temperatur aufgeheizt. Beim Betreten schaltet der Bewegungsmelder angenehmes Licht ein und das Radiogerät spielt leise die Lieblingsmusik.

Geht der letzte Bewohner aus der Tür, reguliert die Steuerungseinheit die Heizleistung auf ein Minimum, warm genug, um ein Abkühlen während des Tages zu unterbinden. Dann kann die Steuerung der Heizung per Applikation oder per Zeitschaltung das Zuhause wieder auf die gewünschten Temperaturen bringen, bevor der erste Bewohner wieder nach Hause kommt.

Diese Geräte unterstützen beim Energiesparen
Etwa 75 bis 80 Prozent sämtlicher Stromkosten fallen für die Heizungsanlage und das Warmwasser an. Bei einer 70 m2 großen Wohnung waren das im Jahre 2015 im Schnitt etwa 1.100 Euro. Mit Smart Home ist es machbar, bis zu 35 Prozent dieser Beträge zu sparen. Pro Jahr sind das 350 Euro mehr, über die man sich dank smarter Thermostateinheiten und einer klugen Heizungssteuerung per Smartphone freuen kann.

Tipp: Eine Reduktion der Temperatur um nur 1 °C rechnet sich: Sie sparen auf diese Art und Weise etwa 5 % bis 6 % der Heizungskosten.

Heizkörperthermostat

Mit einem Heizkörperthermostat kann man leicht Energie sparen. Das Thermostat wird auf das Heizkörperventil aufgesteckt und ins System integriert, schon ist es bereit.

Es regelt auf automatische Weise die Temperatur des Zimmers gemäß der Angaben, die im Heizprofil des Wohnraumes angeführt wurden. Die Steuerung der Heizung lässt sich aber auch per Applikation oder Fernbedienung einstellen. Üblicherweise ist auch eine Veränderung der Temperatur direkt am Thermostat machbar. Durch den Zugriff aus der Entfernung kann auch von unterwegs die Temperatur gehoben oder gesenkt werden.

Raumthermostat

Mit einem Raumthermostat kann man mehrere Thermostate von Heizkörpern in einer Räumlichkeit auf einmal steuern. Auch die Verbindung mit einer Fußbodenheizung ist machbar. Die Anweisungen werden auf Basis von Funk weiter gegeben, die Montage wird mit Schrauben oder mittels Klebeband durchgeführt.

Die Steuerung der Heizung geschieht über die Applikation oder den PC, per Zeitschaltuhr oder mit der Hand. Üblicherweise sind Raumthermostate mit mehreren Einstellungen die Temperatur betreffend programmierbar, sodass für morgens, den Tagesverlauf und abends, individuelle Temperaturen eingestellt werden können.

Info: Die angenehmste Temperatur in Wohnräumlichkeiten bewegt sich zwischen 18 und 
22 ° C.

Tür- und Fenstersensor

Dieser Kontakt überprüft, ob die mit ihm abgesicherten Türen bzw. Fenster geschlossen oder geöffnet sind.

In Kombination mit einem Thermostat für Heizkörper oder Raumtemperatur helfen solche Tür- und Fenstersensoren beim Energiesparen. Ist der magnetische Kontakt aufrecht, kann die Heizung arbeiten. Wird der Kontakt gelöst, reduziert das Thermostat automatisch den Heizkörper.

Sensoren für Luftfeuchte und Temperatur

Für Innen und Außen gibt es Sensoren, welche die Temperaturdaten und die Luftfeuchte vermessen und diese Daten an die Steuerung weitersenden.

Die relative Luftfeuchtigkeit kann zwischen 10 und 90 Prozent ausmachen. Die Daten werden kontinuierlich an die Zentrale oder eine angebundene Wetterstation per Funk weitergeleitet. Zusätzlich ist eine Programmierung mit Soll-Werten per Applikation oder direkt am Gerät machbar.

Mit Profilen übernimmt die Steuerung der Heizung die Regie

Mit der Applikation oder der Software lassen sich Profile definieren, wodurch manche Vorgänge automatisch laufen.

Viele Produzenten ermöglichen auch eine tagesorientierte Einstellung, wodurch beispielsweise an Arbeitstagen das Profil eine oder zwei Stunden früher aktiviert wird als an Wochenendtagen. So lässt sich für den Tagesverlauf die passende Temperatur definieren.

Welche Vorteile bringt eine Heizungssteuerung via Smart Home?

Was sind nun die Vorteile, die eine Heizungssteuerung via Smart Home mit sich bringt?

  • Man kann in sämtlichen Heizperioden stets die korrekte Temperierung vornehmen und ein Aufheizen der Räume unterbinden.
  • Man kann die Zeiträume definieren, in denen die Heizung läuft bzw. in denen nicht oder nur wenig beheizt werden soll.
  • Man kann per Applikation alle Funktionen anpassen und die Steuerung der Heizung an Änderungen anpassen.
  • Man spart zwischen 15 und 30 Prozent der Energiekosten. Das sind im Jahr zwischen 110 und 325 Euro Einsparung.

Neben der smarten Steuerung der Heizung mittels Funk ist die Kontrolle von stromfressenden Geräten das zweite Betätigungsfeld von Smart-Home-Lösungen. Natürlich können vernetzte Steuerungen auch zu einem Gewinn an Komfort beitragen: Die intelligente Steckdose schaltet die Kaffeemaschine beim Aufstehen ein – betritt man die Küche, wartet bereits der frische Kaffee. Doch zugleich unterstützt Smart Home dabei, den Energieverbrauch zu reduzieren und damit auch die Kosten zu senken.

Schalt- und Messsteckdose

Ein solches Gerät dient dem Ein- und Ausschalten von elektrischen Geräten. Sie passt in jede übliche Steckdose und ist in kürzester Zeit zum Einsatz bereit. Durch die Verbindung mit der Zentrale können die verbundenen Verbraucher nach Wunsch ein- und ausgeschalten werden.

Gemeinsam mit einer Zeitsteuerung wird auf diese Weise der Kaffee pünktlich jeden Morgen zubereitet. Oder der Bewegungssensor schaltet automatisch die Lampe an, wenn eine Person den Raum betritt.

Zwischenstecker

Ein solcher Zwischenstecker arbeitet genauso wie die Schalt- und Messsteckdose und lässt sich auf jeder handelsüblichen Steckdose anbringen. Per Applikation kann der Status von unterwegs geprüft werden.

Genauso können Sie die zeitliche Steuerung und die Verbindung mit anderen Elementen entsprechend einstellen. Dann kann er angeschlossene Lampen nach dem Zufallsprinzip aktivieren und wieder ausschalten, um Anwesenheit vorzutäuschen.

Funk-Wandtaster

Beim Wandtaster handelt es sich um einen “All in one – Schalter” Ein Druck beim Verlassen der Räumlichkeiten genügt, und schon gehen das Radio und die Lampen aus.

Auch die Kombination mit intelligenten Thermostaten von Heizkörpern kann hergestellt werden, um zusätzlich Strom zu sparen, weil die Raumtemperatur reduziert wird. Eine Verkabelung ist in der Regel nicht erforderlich, Taster und Sender arbeiten funkbasiert.