Energieeffizienzklasse Cerankochfeld / Induktionskochfeld

Für viele Personen ist der Energiespareffekt einer der hauptsächlichen Beweggründe um auf einen Induktionsherd umzusteigen. Natürlich müssen sich Köche bei der Verwendung von Induktion umstellen, weil zum Beispiel das Öl in der Pfanne sehr rasch heiß wird. Und dennoch verbrauchen Induktionskochfelder deutlich weniger Energie. Im Vergleich zu einem Ceranherd zwischen 15 und 20 Prozent weniger Strom.

Ein Induktionskochfeld kann es in Schnelligkeit ohne Schwierigkeiten mit einem herkömmlichen Wasserkocher aufnehmen. der überaus effizient das Wasser zum Kochen bringt: Nur fünf bis acht Minuten für eineinhalb Liter Wasser, mit der “Boost”-Funktion noch schneller. Induktionskochfelder sind ungefähr dreimal so rasch wie strahlungsbeheizte Kochfelder. Mit dieser “Boost”-Funktion besteht die Möglichkeit die gesamte Leistung auf eine Kochstelle zu konzentrieren und das Wasser wird deutlich schneller aufgeheizt. Nahezu schneller als mit dem Wasserkocher selbst.

Nachfolgend weitere Informationen rund um das Thema “Energieeffizienzklassen”:

Ceran- oder Induktionsherd – welcher hat den kleineren Stromverbrauch?

Als Richtwert für die Kosten an Energie, die ein Induktionsherd verursacht, nimmt man etwa 60 Euro pro Jahr an. Allerdings schwanken der Verbrauch und die Energiekosten in Abhängigkeit wie oft und auf welche Art und Weise ein solcher Herd genutzt wird. In Hinblick auf die Effizienz von Zeit und Energie liegen die Induktionsfelder ohne Zweifel vor den Kochfeldern aus Glaskeramik. Vergleicht man, wie lange die beiden Herdtypen benötigen, um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, kann man den Unterschied deutlich machen:

  • Auf einer Induktionsplatte dauert es viereinhalb Minuten
  • Auf Kochfeldern etwa sechseinhalb Minuten

Damit ist aber nicht klar, dass die Anschaffung eines Induktionsherds in jedem Fall zu empfehlen ist. Trotz kürzerer Zeiten beim Garvorgang und wirkungsvollerer Nutzung der Energie rentiert sich der Kauf eines Induktionsherds anstelle eines Ceranherds in monetärer Hinsicht eher nicht. Geht man von einem Betrieb des Herdes von etwa 15 Jahren aus, gleicht der höhere Kaufpreis eines Induktionsherds den höheren Energieverbrauch eines Glaskeramik-Herds nicht aus.

Dazu kommen noch die Kosten für das Induktionskochgeschirr. Steht man im Zuge einer Neuanschaffung vor einer Entscheidung für ein Ceran- oder Induktionsherd, ist man mit Ceran besser dran. Am günstigsten sind Gasherde. Denn der Preis für Gas liegt deutlich unter dem Preis für Strom.

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Haushaltsgeräten gibt es für Elektroherdplatten kein eigenes Label. Für den Energieverbrauch von Backöfen wurde allerdings im Jahre 2015 ein eigenes Energielabel eingeführt.

Das Energieeffizienzlabel

Seit Anfang des Jahres 2012 trat eine überarbeitete Kennzeichnung der EU – auch EU-Etikett genannt – für einige Geräte der weißen Ware und für Fernsehgeräte verpflichtend. Derzeit gültige Energieklassen:

Die Skala reicht von A+++ bis G.

  • A+++: sehr sparsamer Verbrauch.
  • A++: 20% größerer Verbrauch als A+++
  • A+: 40% größerer Verbrauch als A+++
  • A: 60% größerer Verbrauch als A+++

Energieeffizienz Cerankochfeld

Leider kann in Bezug auf ein Kochfeld aus Ceran nicht auf das bekannte Energieeffizienz-label verwiesen werden. Denn es gibt für einen Herd ein solches Label, allerdings bezieht sich dieses auf den Backofen, nicht auf die Kochfelder.

Das liegt daran, dass keine verlässliche Vermessung vorgenommen werden kann. Die Einflussfaktoren, welche den Verbrauch an Strom beeinflussen, sind zu vielfältig.

Energieeffizienz Induktionskochfeld

Induktionskochfelder verbrauchen deutlich weniger Energie. Man spart zwischen 20 und 30 Prozent Stromkosten ein. Bei einem Kochfeld das mit dem Prinzip der Induktion arbeitet erhitzt sich die Kochplatte selbst nicht. Die Wärme, die zum Kochen benötigt wird, wird direkt in Kochgeschirr erzeugt. Deshalb kocht Wasser mit Induktion im Vergleich zu Ceran zum Beispiel schneller und bei diesem Vorgang geht nicht so viel Energie verloren.

Wann rentiert sich ein Induktionsherd?

Nicht vorschnell wechseln: Der Umstieg lohnt sich nämlich nur auf längere Sicht und bei intensiver Nutzung. Auch wenn Induktion energiesparend ist – nicht für alle Haushalte lohnt sich ein solcher Umstieg, weil Induktion weniger Energie benötigt. Nur bei intensiver Nutzung kommen über einen Zeitraum von zehn Jahren um die 900 Euro Ersparnis zusammen.

So spart ein Singlehaushalt – wenn man davon ausgeht, dass ungefähr zehn Prozent für Koch- und Backverbräuche anfällt – beim Umstieg zwischen 7,50 und zehn Euro Stromkosten pro Jahr.

Wie funktioniert ein Induktionsherd?

Induktionstechnik wird durch eine Spule ermöglicht, die unter der Platte aus Glaskeramik sitzt und ein elektromagnetisches Feld hervorruft. Es wird also nicht die Herdplatte erwärmt. Beim Induktionsherd wird ein elektromagnetisches Feld in den Boden des Topfes induziert und von diesem aufgenommen. Genau an dieser Stelle ist das Wasser, das erwärmt werden soll und das nimmt die Hitze direkt auf.

Das Kochfeld bleibt nahezu kühl. Schlussendlich sorgen die Magnetfelder für die Wirbelströme im Kochtopf. Die Induktionsspulen sind aus Kupfer hergestellt und erhitzen den Kochtopf, indem die Energie des Magnetfeldes in Wärme verwandelt wird, sobald er auf dem Kochfeld steht. Mittlerweile sind nahezu alle neuen Pfannen und Töpfe aus ferromagnetischem Metall und für einen Induktionsherd geeignet.

energieeffiziensklasse-ceranfeld

Ist ein Ceranfeld das gleiche wie ein Induktionsherd?

“CERAN” ist korrekt genommen ein Markenname für optisches Glas, vor allem für Kochfelder. Ähnlich wie “Tempo” im allgemeinen als Bezeichnung für Taschentücher herangezogen wird. Korrekt müsste man von “strahlungsbeheizten Kochfeldern” sprechen.

Die Heizwendeln unter dem Glaskeramikkochfeld sind zwar nicht mehr so träge wie die ehemaligen Herdplatten aus Gusseisen, aber trotzdem dauert es deutlich länger, bis Speisen erwärmt oder Wasser zum Kochen gebracht werden können. Der Vorteil für den Kunden ist, dass diese Induktionskochfelder wesentlich rascher sind als die bisher üblichen, strahlungsbeheizten Felder. Sie sind sicherer und auch sparsamer.

Kann ein Induktionsherd schädlich für die Gesundheit sein?

Ganz geheuer sind vielen die magnetischen Streufelder trotzdem nicht, die beim Kochen mit Induktion entstehen. Elektronische Implantate, wie ein Herzschrittmacher oder Defibrillatoren, könnten unter Umständen gestört werden. Deshalb sollten die Träger solcher Geräte vorher den Hausarzt fragen, bevor sie einen solchen Herd anschaffen.

Ein Sicherheitsabstand von zehn bis 15 Zentimetern zum Induktionsfeld sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden. Im Prinzip besteht aber laut Aussage des Bundesamtes für Strahlenschutz keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit durch ein Induktionskochfeld. Induktionsfelder schalten sich ab, wenn der Topf vom Herd weggenommen wird.

Dieser Sicherheitsaspekt ist in erster Linie für Familien interessant. Der Nachwuchs kann sich nicht auf dem heißen Kochfeld verbrennen, weil die Hitze durch das magnetische Feld unter dem Topfboden entsteht. Der Rest vom Glaskeramikfeld ist nicht heiß.

Den Stromverbrauch der Herdplatten reduzieren

Wann immer etwas erhitzt wird, gilt es zu verhindern, dass Wärme ungenutzt entweicht. Beim Kochen sollte das Geschirr daher stets verschlossen werden, denn offene Töpfe und Pfannen benötigen dreimal so viel Energie. Achten Sie auch darauf, dass die Griffe ausreichend isoliert sind. Das spart einerseits etwas Energie und beugt andererseits unangenehmen Verbrennungen vor. Noch dazu gibt es Tricks, mit denen sich der Energieverbrauch des Herds reduzieren lässt:

  • Kochtöpfe und Pfannen sollten nicht größer sein, als es der Inhalt erfordert.
  • In Dampfkochtöpfen garen Nahrungsmittel schneller und energieeffizienter.
  • Bei geschlossenem Deckel müssen viele Lebensmittel nicht zur Gänze mit Wasser bedeckt sein, um zu garen.
  • Verwenden Sie die kleinstmögliche Kochzone.
  • Achten Sie darauf, dass die Größe des Kochgeschirrs zum Durchmesser der Kochzone passt.
  • Durch Abschalten vor dem Ende der Kochzeit kann man die Restwärme der Kochfelder entsprechend nutzen.
  • Gefrorene Lebensmittel nicht in erhitzten Kochtöpfen und Pfannen auftauen, sondern rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen.
  • Nicht desto trotz sollte man auf stromsparende Kochplatten setzen.