Boiler verbraucht zu viel Strom

Den Wasserhahn öffnen und sofort fließt warmes Wasser, das ist kein Luxus mehr, sondern für viele quasi selbstverständlich. Die ununterbrochene Bereitstellung von heißem Wasser benötigt aber ziemlich viel an Energie und wird somit in einigen Haushalten zum Kostenproblem.

Üblicherweise verbrauchen wir zur Aufbereitung von Warmwasser deutlich mehr Energie als erforderlich wäre. Noch immer wird in zahlreichen Haushalten das Warmwasser mit Strom erzeugt, also mithilfe eines Durchlauferhitzers oder eines elektrischen Speichers. Die Nummer eins unter den Stromverbrauchern im Bereich von warmem Wasser ist eindeutig der Elektroboiler.

Bis zu 55 Liter warmes Wasser benötigt jeder deutsche Bundesbürger pro Tag. Auf die Aufbereitung entfallen mehr als 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes. Dieser Wert hängt auch damit zusammen, mit welchem Heizungssystem das Wasser erhitzt wird. Eine Variante der Aufbereitung von Warmwasser ist ein dezentraler, mit Strom betriebener Heißwasserboiler. Der Energieverbrauch eines Boilers ist ziemlich hoch, die Kosten lassen sich allerdings reduzieren, wenn Sie einige Empfehlungen berücksichtigen.

Wie viel Warmwasser benötigt man?

Fließendes warmes Wasser verbrauchen wir jeden Tag, ob im Badezimmer, am Waschbecken oder für die Spüle in der Küche. Um dieses zu erhalten, nutzt man die Transformation von Erdöl, Gas, Fernwärme sowie Solarenergie und Erdwärme – und auch Strom. In der Bundesrepublik Deutschland nutzen etwa 202 Prozent der Haushalte einen Durchlauferhitzer oder einen elektrischen Warmwasserspeicher zur Aufbereitung von Warmwasser. Wie so oft sind nahezu alle anderen Varianten energieeffizienter als elektrische Energie. Überprüfen Sie also, ob eine der anderen Möglichkeiten in Betracht kommen könnte. Für diejenigen, die nicht wählen können, haben wir einige Infos zur sinnvollen Nutzung dieser Warmwassersysteme aufgestellt.

  • Für ein Bad in der Wanne benötigt man etwa dreimal so viel Wasser und Energie wie für einmal Duschen.
    Sind Sie verreist, schalten Sie den elektrischen Warmwasserspeicher ab.
  • Eine Schaltuhr stellt den Boiler zu bestimmten Zeiten auf automatische Weise ein und aus, so wie Sie es vorher bestimmen. So haben Sie zum Beispiel früh nach dem Aufstehen und wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen stets warmes Wasser zur Verfügung. Die übrige Zeit schaltet die Zeitschaltuhr den Boiler automatisch aus.
  • Stellen Sie den Regler des Boilers auf die Stufe “E” wie Economy. Die meisten Geräte heizen bei dieser Einstellung das Wasser auf etwa 60° C, was zur Legionellen-Vorbeugung vollkommen ausreicht.
  • Stellen Sie bei dem Boiler die Temperatur ein, die Sie wirklich benötigen. So können Sie einiges an Strom und Wasser einsparen, da Sie nun auf das Hinzufügen von kaltem Wasser verzichten können.

Wie viel beträgt der tägliche Stromverbrauch eines Boilers?

Damit Sie den Energieverbrauch des Boilers ausrechnen können, müssen Sie über die Art des Modells Bescheid wissen. Nicht alle Warmwasserboiler funktionieren auf Basis einer Stromheizung, denn Boiler können auch Gas zur Erwärmung von Wasser nutzen.

Bei einem Warmwasseraufbereitungsgerät mit Strom kann es sich um einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer handeln. Während ein Durchlauferhitzer das Wasser beim Durchlaufen aufheizt, speichert ein Boiler das erwärmte Wasser. Dieser rentiert sich insbesonders dann, wenn Sie große Mengen an Warmwasser auf Vorrat halten wollen. Wie viel Strom der Boiler verbraucht, hängt einerseits von seiner Speicherkapazität und zum anderen von der Größe des Haushalts ab.

Wie Fassungsvermögen und Energieverbrauch des Boilers zusammenhängen

Der Energieverbrauch eines Boilers mit fünf Litern Kapazität unterscheidet sich natürlich vom Energieverbrauch eines 120-Liter-Boilers. Möchten Sie den korrekten Verbrauch an Energie des Boilers bestimmen, kommt es neben anderen Details auf die Speicherleistung an. Größere Geräte verfügen über eine größere Oberfläche und verlieren mehr Wärme als kleiner dimensionierte Geräte. Die Energiekosten eines Wasserboilers mit weniger Fassungsvermögen sind also geringer als die Energiekosten für einen 80-Liter-Boiler.

Durchschnittlich benötigt die Aufbereitung von einem Liter Warmwasser etwa 0,058 Kilowattstunden (kWh) an Strom, wobei ein Haushalt mit vier Personen pro Tag etwa 160 Liter Warmwasser braucht. In einem solchen Haushalt liegt der Energieverbrauch aller Boiler pro Tag also bei rund 9,3 kWh. Auf das Jahr gerechnet beläuft sich der Energieverbrauch eines Boilers auf über 3.500 kWh.

Sind Boiler mit Nachtstrom dem Tagstrombetrieb vorzuziehen?

Boiler mit Nachtstrom galten lange Zeit als kostengünstiger als Geräte im Tagstrombetrieb. Heutzutage trifft das nicht mehr zu. Die Preisdifferenz zwischen Tag- und Nachtstrom hat sich deutlich reduziert und zahlreiche Stromversorger bieten gar keinen Nachtstromtarif mehr an. So kann eine Kombination von Tag- und Nachtstromvertrag kostenintensiver sein als ein „normaler“ Vertrag.

Zwar bedeutet der Umstieg zu einem günstigen Tarif eine Reduktion der Energiekosten, er hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Energieverbrauch Ihres Boilers. Sie wollen Wasser günstig erwärmen? Wir geben Ihnen einige Empfehlungen, wie Sie den Energieverbrauch eines Boilers reduzieren können.

Wie kann man den Stromverbrauch von Boilern reduzieren?

Wussten Sie, dass in erster Linie das Warmhalten des Wassers den Stromverbrauch eines Wasserboilers deutlich in die Höhe treibt? Es ist empfehlenswert, das Gerät abzuschalten, wenn Sie kein Warmwasser brauchen. Mit diesen Maßnahmen können Sie auch den Energieverbrauch eines Wasserboilers senken:

  • Eine Isolierung um Wärmeabgabe nach außen zu verhindern
  • Anschaffung eines energieeffizienten Gerätes
  • Reduktion des Warmwasserverbrauchs
  • Verringerung der Wassertemperatur